von[LINK "http://new.campus-med.de/index.php" ] campus-med.de
Ein durchtrainierter Körper steht in unserer Gesellschaft für Gesundheit, sozialen, beruflichen und sexuellen Erfolg. Bis man seinen Köper derart in Form gebracht hat, vergeht jedoch viel Zeit und ein hartes Stück Arbeit ist gefordert. Um diesem Ideal mit einem möglichst geringem Aufwand schnell zu entsprechen, greifen viele Trainierende zu künstlichen Hilfsmitteln in Form von Hormonen. Die Beschaffung der illegalen und gesundheitsgefährdenden Substanzen ist meist kein großes Problem und nicht erst seit der Handel im Internet floriert.
Auf den Dopinglisten werden unter Anabolika alle
androgen-anabolen Steroidhormone und sonstige aufbauend wirkende
Substanzen wie Beta-2-Aginisten zusammengefasst.
Alle Anabolika-Produkte sind mit dem männlichen
Geschlechtshormon Testosteron verwandt. Sie besitzen eine androgene
und eine anabole Wirkung. Androgen bedeutet eine
geschlechtsspezifische Wirkung. Sie beeinflussen also die
Geschlechtsmerkmale des Menschen. Anabol bezieht sich auf eine den
Stoffwechsel begünstigende Wirkung. Dahinter verbirgt sich ein
aufbauend wirkender Effekt. Muskelmasse und Muskelkraft erhöhen
sich und der Körperfettanteil sinkt.
Bei der Herstellung von Anabolika hat man versucht die
anabole Komponente besonders zu betonen. Es gelang jedoch nicht die
androgene Wirkung komplett zu unterdrücken.
Wirkmechanismus
Die anabole Wirkung von Anabolika beruht auf einer
Stimulierung der RNA-Synthese im Zellkern.
Nach einer Aufnahme des künstlichen Testosterons lagert sich
dies an die Proteine des Blutes an. Durch den Blutkreislauf gelangt
die Substanz in die Muskelzellen. Dort angekommen bindet sie sich
an den Rezeptor, der normalerweise für das Testosteron gedacht ist.
Dieser Komplex kann dann in den Zellkern eindringen. Dort
stimuliert er die DNA und somit die RNA-Synthese. Außerhalb des
Zellkerns kommt es dadurch zu einer erhöhten Proteinsynthese. Dies
bewirkt eine Zunahme der gesamten Muskelmasse.
Gefahr für das Herz
Die Einnahme von Anabolika soll einen raschen
Wachstum der Skelettmuskulatur bewirken. Die Muskelmasse des
Herzens wächst dabei automatisch mit. Dem schnellen Wachstum des
Herzmuskels können die Herzkranzgefäße jedoch nicht angemessen
folgen. Der gesteigerte Sauerstoffbedarf des Herzens kann dann über
die unterentwickelten Koronararterien nicht mehr ausreichend
gedeckt werden. Die mögliche Folge ist ein Herzinfarkt.
Durch die Einnahme der künstlichen Hormone erhöhen sich zudem die Blutfettwerte. Folge ist eine deutlich stärkere Ablagerung von Fetten innerhalb der Blutgefäße. Dadurch erhöht sich das Infarkt-Risiko zusätzlich. Vermehrte Wassereinlagerungen in Körper und Muskeln erhöhen den Blutdruck und belasten das Herz-Kreislaufsystem.
Schädigung der Leber
Besonders oral eingenommene Anabolika können eine
Schädigung der Leber verursachen. Es kann zu Entzündungen bis hin
zum Leberkrebs kommen.
Hormonelle Störungen
Der körpereigene hormonelle Regelkreis wird duch
die Hormongabe gestört und teilweise ausgeschaltet. Dadurch können
die Hoden schrumpfen und die Qualität der Spermien beeinträchtigt
werden. Im Extremfall kommt es zur Unfruchtbarkeit. Bei Frauen kann
es zu Vermännlichungserscheinungen kommen. Die
Entwicklung einer tiefen Stimme, eine verstärkte Körperbehaarung,
Rückbildung der Brüste und ein gestörter Monatszyklus sind die
Folgen. Eine Verweiblichung kann dagegen bei Männern beobachtet
werden. Häufig tritt dann ein verstärktes Brustwachstum ein. Werden
Anabolika bereits im jugendlichen Alter eingenommen, dann kommt es
zu einer Verknöcherung der Wachstumsfuge und damit zu einem Stopp
des Größenwachstums.
Weitere Nebenwirkungen können sein:
Welche Nebenwirkungen bei der Einnahme auftreten hängt von Anwendungsart, Dauer und Dosis ab. Die Nebenwirkungen von Anabolika werden leider allzu oft unterschätzt.
Anabolika in der Medizin
Der Einsatz von Anabolika hat trotz allem auch
positive Seiten. So finden
anabole Steroide auf unterschiedliche Weise in der Medizin
Anwendung. Dort dienen sie zur Behandlung von Hormonstörungen,
werden bei allgemeiner körperlicher Schwäche älterer Menschen
eingesetzt und bei Jugendlichen mit hohen Körperwachstumsprognosen
bewusst zur Verursachung eines Wachstumsstopp verwendet. Auch
Asthma-Kranke können von ihrem Einsatz profitieren.
präsentiert von campus-med.de