Ob Fitnessstudio oder Fahrradfahren – die Deutschen sind faul, wenn es um Bewegung geht.
Die Deutschen sind bewegungsfaul und meiden gerne Institutionen wie Fitnessstudio oder Turnhalle, so eine Studie der DKV, die zusammen mit dem Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt wurde.
Nur 60 Prozent erfüllt Minimalempfehlung
Die Mindestempfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für körperliche Aktivität: 30 Minuten moderate Bewegung an fünf Tagen pro Woche. Diese sollte in jeweils zehn Minuten am Stück durchgeführt werden. Laut Studie erfüllen nur etwa 60 Prozent der deutschen Bürger diese Minimalempfehlung. Etwa 37 Prozent der Deutschen gehen demnach nie länger als zehn Minuten zu Fuß und fahren nie länger als zehn Minuten Fahrrad. Zirka 24 Prozent seien körperlich überhaupt nicht aktiv. Zudem geschehe der Großteil der Bewegung bei der Arbeit, zu der auch Haus- und Gartenarbeit zählen. Nur 35 Prozent der Deutschen üben ihre Bewegung in der Freizeit, zum Beispiel beim Sport oder Fahrradfahren, aus.
Fitnessstudios unbeliebt
Weiteres Ergebnis: Fast die Hälfte aller Deutschen gehen nicht gern ins Fitnessstudio oder in Turnhallen, lehnen diese sogar ab. Überraschend: 70 Prozent der Befragten würden mehr Sport treiben, wenn sie Freunde und Bekannte motivieren. Dies sind laut Studie vor allem junge Erwachsene. Weiterer Motivationspunkt: das Wetter. Zwei Drittel der Befragten würden bei gutem Wetter mehr Sport treiben.
Männer sportlicher als Frauen
Ein Trost für Männer: Sie sind offenbar sportlicher als Frauen, bewegen sich in ihrer Freizeit häufiger intensiv und üben mehr anstrengende Sportarten aus.
Die Forscher befragten etwa 2.500 Personen für ihre Studie.