Woran kann es liegen, dass ich beim Laufen häufig das
Gefühl habe, es sei deutlich kälter?
Holger Frennei, Würzburg
Entweder sind Sie zu dünn angezogen oder Sie sind Opfer des
Windchill-Effekts. Dieses Phänomen beschreibt den Unterschied
zwischen der realen Temperatur und der gefühlten Temperatur in
Abhängigkeit zur Windgeschwindigkeit. Beispiel: 5 Grad am
Thermometer und 30 km/h Windgeschwindigkeit ergeben etwa gefühlte 0
Grad. Läuft man dabei noch, sinkt die gefühlte Temperatur weiter.
Ab etwa minus 20 Grad und nur leichtem Wind kann es bei bloßem
Aufenthalt im Freien in weniger als 30 Minuten zu Erfrierungen an
nicht geschützten Teilen der Haut kommen. Also schon bei weniger
als minus 10 Grad lieber in den eigenen vier Wänden bleiben und ab
aufs Laufband!