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Nintendo 3DS im Test

15.04.2011 - 12:00 Uhr
Nintendos 3DS beeindruckt mit vielen nützlichen Neuerungen und
dem 3D-Erlebnis ohne Brille
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Nintendos 3DS beeindruckt mit vielen nützlichen Neuerungen und dem 3D-Erlebnis ohne Brille

 © Nintendo

Mit Nintendos neuem Handheld gibt's 3D ganz ohne Brille für unterwegs. Wir klären, ob sich die Anschaffung lohnt.

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Um Ihre erste Frage gleich zu beantworten: Nein, wir können Ihnen den beeindruckenden 3D-Effekt hier leider nicht in Videos oder Fotos zeigen. Dafür verraten wir Ihnen, was Nintendos kleiner Zauberkasten sonst so alles drauf hat. Frisch gestartet, zeigt der 3DS für knapp 250 Euro ein altbekanntes Bild: Die Menüführung wurde von seinen Vorgängern übernommen. Mit der Ausnahme, dass der obere Bildschirm schon beim Startlogo mit der neuen 3D-Funktion kokettiert, die sich per Schieberegler stufenlos bis herunter auf 2D anpassen lässt.
Das ist neu
Technisch hat sich im Vergleich zum DSi einiges getan: Neben dem oberen 3D-Display im Breitbildformat (800×240 Pixel beziehungsweise 400×240 für jedes Auge) und einem 2D-Bildschirm unten (320x240 Pixel), wurde dem 3DS endlich auch ein sehr nützlicher Analogstick spendiert. Auf der Rückseite finden sich neuerdings zwei Kameras, um 3D-Aufnahmen zu ermöglichen. Leider nur in 0,3-Megapixel-Qualität, für den Oha-Effekt reicht's aber. Hinzu kommt die altbekannte Portrait-Kamera an der Innenseite. Ein eingebauter Beschleunigungssensor und ein Gyrometer erlauben die Steuerung durch Drehen oder Kippen des Handhelds. Verbessert wurde auch die WiFi-Funktion, die per Schalter an der rechten Seite jederzeit an- und abgeschaltet werden kann.
Bei all den tollen Neuerungen des 3DS hat sich aber auch ein Wermutstropfen eingeschlichen: Die Akkulaufzeit reduziert sich im Groben von etwa zehn auf nur noch vier Stunden mit 3D-Effekt. Vielleicht der Grund, warum Nintendo dem 3DS im Lieferumfang auch eine kleine Dockingstation mit beilegt, damit der Handheld nach dem Spielen auch ja sofort wieder voll aufgeladen wird.
Das Spielerlebnis
Kaum ist der 3DS eingeschaltet, kann es auch schon losgehen. Entweder mit den vorinstallierten 3D-Minispielen, klassischen DS-Games oder eben den neuen 3D-Titeln, die logischerweise nur auf dem 3DS-System laufen. Besonders "Super Street Fighter IV – 3D Edition" bringt die dritte Dimension hervorragend zur Geltung. Wobei zu betonen ist, dass der 3D-Effekt des 3DS nicht vergleichbar mit dem ist, was Sie in den Kinos zu sehen bekommen. Die Dreidimensionalität geht eher in die Tiefe als dass etwas aus dem Bildschirm heraus kommt. Meistens sieht es so aus, als ob sich hinter dem 3D-Display eine Art Schuhkasten befindet, in dem sich alles stereoskopisch abspielt.
Belohnungssystem mit Fitness-Faktor
Nintendo belohnt Spieler, die den 3DS auch tatsächlich unterwegs dabei haben. Ein eingebauter Pedometer zählt im Standby-Modus die Schritte, die mit dem Handheld zurücklegt werden, um sie dann in so genannte "Game Coins" umzuwandeln. 100 Schritte erbringen einen Game Coin. Schnell hat man sich damit ein kleines Guthaben erlaufen, mit dem Extras oder Gimmicks in dafür vorgesehenen Spielen freischalten werden können. Eine nette Idee, die auch tadellos funktioniert.
Fazit
Nintendo verpasst mit seinem 3DS dem mittlerweile hartumkämpften Handheld-Markt eine volle Breitseite. Zwar sind Sonys PSP und Gaming-fähige Smartphones oder Tablets eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz, doch hat Nintendo mit der 3D-Funktion ein echtes Ass im Ärmel, das so schnell keiner der Mitbewerber anfechten kann. Zumindest nicht in diesem Jahr. Wer sich selbst oder Freunde mit einem Effekt beeindrucken möchte, den es zuvor noch nie auf einer Handheld-Konsole gab, ist mit dem 3DS auf jeden Fall gut beraten. Ein besonderes Highlight ist auch das faszinierende und gleichzeitig sehr spaßige "Augmented Reality", das so erfrischend anders ist, dass wir es auf der nächsten Seiten genauer vorstellen wollen.

Ich sehe was, was du nicht siehst!

Quelle: 2011 Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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