332 Tage nach ihrem Start in Queenscliff nahe Melbourne traf Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister nach erfolgreicher Mission am Dienstag wieder an ihrem Ausgangspunkt ein. Die Husumerin schrieb damit zweifelsfrei ein Stück Kajak-Geschichte.
Sie kann's? Sie hat es gemacht! Seekajak-Lady Freya Hoffmeister erreichte am Dienstag, 15 Dezember 2009, um 12:40 Australischer Ortszeit den Ort Queenscliff nahe Melbourne an der Südküste Australiens. Vor 332 Tagen, am 18. Januar 2009, hatte die Husumerin dort ihre Australien-Umrundung gestartet. Dienstagmittag beendete sie unter dem Jubel zahlreicher Fans und dem Knallen von Sektkorken ihre letzte Etappe. "Danke an alle die mir geholfen haben und für den warmen Empfang, speziell dem Victorian Sea Kayak Club" schreibt Hoffmeister in ihrem Blog. "Ich verspreche, wenn jemand in den nächsten 27 Jahren rund um Australien paddelt werde ich an der Ziellinie warten." Auf die Frage, was sie am Tag ihrer Ankunft noch machen würde, sagte Hoffmeister gegenüber den lokalen Medien: "Duschen und umziehen, trocknen und aufwärmen."
"Streckenrekord"
Hoffmeister schaffte die Strecke von etwa 13.790 Kilometer an 245 Paddeltagen. Sie ist damit der erste Mensch seit 27 Jahren und die erste Frau die Australien im Alleingang umrundet. Zuvor war dies nur Paul Caffyn gelungen, der 1981 361 Tage unterwegs war. Caffyn benötigte damals 257 Paddeltage, hatte jedoch auf die riskante Querung des Golfes von Carpentaria verzichtet.
Herzlichen Glückwunsch, Freya!
Freya Hoffmeister "überlebt" stürmische Nacht auf See
Die letzte große Hürde ist geschafft. In 38 Stunden bewältigte Freya Hoffmeister die Übernacht-Etappe vor den 185 Kilometer langen Bunda Cliffs im Süden Australiens.
"Ich habe eine raue Nacht überlebt." Von Sonntag auf Montag harrte Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister vor der Küste der Great Bight im Süden Australiens dem Sturm - nachts, allein, im Kajak und in unmittelbarer Nähe der 60 Meter hohen Bunda Cliffs. Während ihrer letzten großen Übernacht-Etappe verschaffte plötzlich aufkommender Wind mit einer Stärke von 25 bis 30 Knoten der Husumerin einen "netten Vortrieb" - so nett, dass sie ihre Fangemeinde am Morgen danach via SMS wissen ließ, dass sie noch am Leben ist.
Die Bunda Cliffs waren die letzte große Hürde die sich Hoffmeister in der Zielkurve ihrer etwa einjährigen Australien-Umrundung in den Weg stellte. Über 185 Kilometer bietet sich an dieser Steilküste keine Möglichkeit zu Entkommen. Die letzte, nur 1,5 Meter breite, Chance hatte Hoffmeister am Samstag genutzt, um möglichst nah an den Beginn der Felswand heranzupaddeln. Ein enger Spalt zwischen flachen Felsrippen gab den Weg frei zu einem kleinen Sandstrand unterhalb der ersten Vorboten der Cliffs. "Der Tidenhub war sehr gering, daher habe ich es für möglich gehalten, dort an Land zu gehen." Hoffmeisters Freund Greg hatte den Eingang zum Nadelöhr am Strand markiert. "Da einige gemeine Brecher nach rechts und links auf die Felsen schlugen, musste ich den richtigen Moment abwarten." Dieser kam nach einer Reihe großer Wellen. "Ich konnte sicher durch die enge Lücke paddeln und meinen Bug in den Sand graben. Greg hat ihn gepackt und mich den Strand hoch gezogen."
Seit ihrem Start im 18. Januar in Queenscliff bei Melbourne, hat Hoffmeister gut 12.000 Kilometer hinter sich gebracht. Etwa 1.800 Kilometer liegen noch vor ihr. Doch auch den Rest der Expedition kann Hoffmeister nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen. "Im Westen der Halbinsel Eyre gibt es große Wellen und noch größere Haie. Es gibt hier viele Robben und daher auch viele Raubfische", erklärt Local Sean Smith in einem Blog-Kommentar. "Aber, es gibt auch viele Strände und ab dem Ende der Halbinsel ist die Küste rund um Adelaide durch die vorgelagerte Kangaroo-Insel vor den Ausläufern des Süd-Ozeans geschützt. Bis zur Grenze von Victoria folgen fast durchgängig Strände." Von dort sind es nur noch wenige Tagesetappen bis zum Ziel, das Hoffmeister voraussichtlich in gut einem Monat erreichen wird.
165 Kilometer in 35 Stunden: Freya Hoffmeister passiert Baxter Cliffs
"Eine sehr lange Nacht mit schwerer Seekrankheit", verbrachte Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister vor den Baxter Cliffs in Westaustralien. 35 Stunden lang hatte sie ohne anzulanden die 165 Kilometer lange Felsküste im Westen der Great Bight passiert.
165 Kilometer entlang einer 60 Meter hohen Felswand und ohne die Möglichkeit anzulanden: Freya Hoffmeister komplettierte vor wenigen Tagen eine weitere überdimensionale Hürde ihrer einjährigen Australien-Umrundung. Insgesamt 35 Stunden verbrachte Hoffmeister vor der südlichen Küste Australiens auf dem Wasser, um die "Baxter Cliffs" im Westen der Great Bight zu passieren. Nach dem Aufbruch am Donnerstag um 4:30 Uhr früh erwarteten Hoffmeister "perfekte Bedingungen". Bis 17 Uhr konnte sie über die Hälfte der Strecke hinter sich bringen. In der folgenden Nacht hatte die Husumerin mit "schwerer Seekrankheit" zu kämpfen und kam bis zum Morgengrauen nur etwa 30 Kilometer voran. Um während der langen Nacht zu schlafen hatte sie ihr Kajak mit einem Ausleger aus Auftriebskörpern stabilisiert. Fünf Mal habe sie sich übergeben und "höllisch gefroren", schrieb sie nach 24 auf See via SMS. Die verbleibenden 47 Kilometer bewältigte Hoffmeister in weiteren 11 Stunden, denn pünktlich zum großen Finale blies der Gegenwind mit 15 bis 20 Knoten. "Das habe ich gar nicht gebraucht", schreibt Hoffmeister.
Aufwärmrunde
"Die Baxter Cliffs sind etwa 60 Meter hoch und etwa 200 Kilometer lang", erklärt Blog-Leser "Adrian" die Geografie der australischen Südküste. "Danach hat Freya etwa 270 Kilometer vor sich, bis sie Eucla an der Grenze von West- und Südaustralien erreicht." Gut 30 Kilometer weiter wartet die zweite große Klippenetappe. "Östlich von Eucla erstrecken sich auf rund 215 Kilometern die Bunda Cliffs. Sie gelten als Zentrum der Great Bight und sind ebenfalls etwa 60 Meter hoch." Allen Interessierten rät Adrian zu einem Blick auf Google Earth. "Dort erhält man einen detaillierten Blick auf die Felsen und eine Reihe guter Fotos."
Freya Hoffmeister biegt in die XXL-Zielkurve
Rund 3.000 Kilometer entlang der unwirtlichen Küste der "Großen Australischen Bucht" trennen Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister noch von ihrem Ziel. Seit Anfang Oktober wird die Extrempaddlerin mit dem Pkw begleitet.
100 Tage bevor ihr zweifelsfrei härtestes Paddeljahr um ist, trennen Freya Hoffmeister noch gut 3.000 Kilometer von ihrem Ziel in Melbourne. Das Fünffache davon hat die Expeditionspaddlerin aus Husum seit ihrem Start am 18. Januar bereits abgepaddelt. Jetzt geht es am "Great Australian Bight" nochmal ans Eingemachte.
Bereits die letzten Wochen entlang der südwestlichen Ecke Australiens waren von Wind und hohem Seegang gezeichnet. "Ich wäre lieber wieder in den trockenen und warmen Tropen, im (meist) ruhigen Wasser bei den Krokodilen, als hier in dieser kalten, unruhigen See", schrieb Hoffmeister in ihrem Blog. Zuvor hatte sie sich vor Lancelin über 25 Kilometer in der Brandungszone durchwaschen lassen, um den, vor der Küste unkontrolliert brechenden, 5-Meter-Wellen zu entgehen.
Steilküsten und scharfe Brandung
Entlang der nur dünn besiedelten Großen Australischen Bucht erwarten sie nun wieder schwierigste Bedingungen. Die Bucht im Indischem Ozean gilt als sehr stürmisch und zählt zu den größten Herausforderungen, die Hoffmeister bei ihrer Umrundung zu bewältigen hat. Kalte und warme Meeresströmungen treffen in der "Great Bight" aufeinander, die Wellen entlang der von steilen Klippen geprägten Küste gehören zu den größten und beständigsten weltweit. Bis zu 60 Meter hoch ragen die Felswände an der windgepeitschten Küste aus dem Meer und bieten auf weiten Strecken keine Möglichkeit zum Anlanden. Die längsten davon sind die 160 Kilometer langen Baxter Cliffs und die 190 Kilometer langen Nullarbour Cliffs, entlang der gleichnamigen Wüsten-Ebene. Auch der 200 Kilometer lange Coorang Beach gehört zu Hoffmeisters letzten Herausforderungen. Paul Caffyn, der bisher einzige Australienumrunder, führte dort 1982 in der gnadenlosen Brandung einen erbitterten Kampf ums Überleben.
Ursprünglich hatte die Husumerin geplant, die gesamte Umrundung ohne permanente Unterstützung durch eine Bodencrew durchzuführen. Diesen Plan hat sie in den letzten Wochen verworfen. Seit Anfang Oktober kümmert sich Hoffmeisters Partner Greg um ihre Versorgung, hilft in der schwierigen Brandung beim An- und Ablegen und sieht sich nach den spärlichen Plätzen für eine sichere Landung um. Freya hatte den Australier Ende April, kurz vor ihrer Querung des Golfes von Carpentaria, auf einer Fischeryacht kennen gelernt. Nun wird sie Greg aller Voraussicht nach bis zum Ende ihrer Expedition mit dem Auto begleiten.
Das Ziel der Extrempaddlerin ist der Ort Queenscliff bei Melbourne. Dort hatte auch Paul Caffyn vor 28 Jahren seine Umrundung gestartet und nach 361 erfolgreich abgeschlossen. Diese Marke will Freya Hoffmeister bei ihrem "Rennen um Australien" unterbieten. Bei einer durchschnittlichen Tagesleistung von 55 Kilometer pro Paddeltag, liegt sie dafür gut in der Zeit. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, könnten bereits Anfang Dezember in Melbourne die Korken knallen.
Freya Hoffmeister: 9.000 Kilometer in sieben Monaten
Fast sieben Monate unterwegs und knapp 9.000 Kilometer in der Tasche. Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister nimmt Kurs auf Kalbarri.
"Ab in den Süden", heißt es seit dem letzten Update für Extrempaddlerin Freya Hoffmeister. Im konstanten Tempo von 57 Kilometern pro Tag paddelt die 43-jährige Husumerin seit fast sieben Monaten im Alleingang um Australien. Zur einsamen Halbjahresfeier am 18. Juli gönnte sie sich nach gut zwei Drittel der Gesamtstrecke das erste Lagerfeuer ihrer langen Reise.
Hoffmeisters speziell angefertigtes Expeditonsboot hat sich seit dem Kajaktausch in Broome bereits bezahlt gemacht, als sie eines morgens um 6:30 Uhr von einem Hai attackiert wurde. "Ich habe ein krachendes Geräusch gehört und gehofft, dass der Hai zumindest einen Zahn verliert. Als ich mich nach einigen verzweifelten Stützschlägen umdrehte, war die Kreatur nicht mehr zu sehen - nur ein Stück Hai-Zahnfleisch ragte noch aus meinem Heck." Als Hoffmeister nach zwei weiteren, kleineren Haiangriffen anlandet, muss sie erkennen, dass es das besagte Stück nicht vom Hai sondern von ihrem Kajak stammt. "Es war ein Stück Fieberglas das der Hai aus meinem Heck gebissen hat - ein solides Ein-Zentimeter-Loch und viele weitere kleinerer Löcher an der Seite. Keine Frage was passiert wäre, wenn ich noch mit dem leichtgewichtigen Kajak unterwegs gewesen wäre." Doch nicht jeder Tag von Hoffmeisters Extremtour gleicht einem Hollywood-Thriller. "Bei ruhiger See wird es manchmal langweilig. Mir sind Bedingungen lieber, wenn Wind und Wellen für einige Action sorgen."
Nach den ausgeprägten "Mudflats" (Watt) an der australischen Westküste, reißenden Gezeitenströmen und den relativ geschützten Lagunen des Ningaloo-Riffs warten nun halsbrecherische Brandungszonen und die Steilküsten entlang der südwestlichen Ecke des Kontinents.
Boot leck, Wasser knapp und trotzdem auf Kurs
Gut zwei Drittel der 1480 Kilometer langen Kimberley-Etappe hat Extrempaddlerin Freya Hoffmeister in den vergangenen 14 Tagen hinter sich gebracht.
Seit ihrem Aufbruch in Darwin berichtet die Husumerin nur mittels kurzen SMS-Meldungen über den Verlauf ihrer Expedition, während mehrere Kontaktleute weitere Infos aus Telefongesprächen beisteuern. Die kurze Updates lesen sich aber nicht weniger aufregend: "Gigantische 6-Meter-Krokodile" und "Hai-Stubser" bedürfen nicht vieler Worte. Neben Australiens Wildtieren bereitet Hoffmeister seit einigen Wochen auch ein Loch in ihrem Kajak Sorgen. Dieses war Nachts an den scharfen Felsen vor der Küste Darwins entstanden und musste seither bereits mehrmals mit Fieberglas repariert werden.
Am vergangenen Wochenende war Hoffmeister nach über 6.500 Kilometern aber aus einem anderen Grund erstmals wirklich auf fremde Hilfe angewiesen: "Freya hat mich angerufen und gemeint, sie hätte nur noch vier Liter Trinkwasser übrig", berichtet Hoffmeisters Kontaktmann Chris Cunningham. "Sie hatte ausgemacht, ihre Vorräte an einer Fischer-Lodge aufzufüllen aber da die Richtungsangaben nicht korrekt waren, hat sie die falsche Bucht erwischt." Das Problem war gelöst, ehe es wirklich ernst werden konnte. Kontaktmann Peter Hurden in Darwin hatte bereits das Australische Büro für maritime Sicherheit kontaktiert. Von dort wurde ein kommerzielles Schiff verständigt, das sich sogleich aufmachte, um Hoffmeister mit Wasser zu versorgen. Bereits am nächsten Morgen konnte sie an Bord des Schiffes duschen und ihre Tanks auffüllen. In der Abgeschiedenheit der Kimberleys muss Hoffmeister all ihre Vorräte mit sich führen. Einen Salzwasserfilter hat sie dabei aus Gewichts- und Effektivitätsgründen nicht im Gepäck, denn ihr Kajak brachte beim Ablegen in Darwin auch so schon über 100 Kilo auf die Waage. "Freya weiß auch über einige Trinkwasserquellen auf dem Festland bescheid", sagt Cunningham. "Um dorthin zu gelangen, müsste sie aber die Flüsse hinauf paddeln und diese sind eine bevorzugte Residenz von Krokodilen. Sie hat sich entschieden dieses Risiko zu meiden." Der Kontakt mit den wenigen erschlossenen "Siedlungen" entlang der Küste ist daher für die Abenteurerin unumgänglich.
Im Moment paddelt Hoffmeister pro Tag etwa 50 bis 65 Kilometer näher an ihr nächstes Etappenziel in Broome heran. Dort wird sie aller Voraussicht nach ein neues Kajak erhalten. Ihr Support-Team von Epic-Kayaks ist derzeit fieberhaft auf der Suche nach Helfern, die das neue Boot von Perth nach Broome überstellen könnten und Freya beim Umrüsten zur Hand gehen.
Zurück aus dem Halbzeiturlaub und wieder auf Kurs
Nach 12-tägigem "Halbzeiturlaub" ist Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister seit Montag wieder unterwegs. Auf der Etappe entlang der Kimberley-Küste warten nun die zweithöchten Gezeitenhübe der Welt, Abgeschiedenheit, Krokodile und wunderbare Landschaften.
Am Montag startete die Husumer Extrem-Seekajakpaddlerin Freya Hoffmeister in ihre nächste Etappe. Die 1480 Kilometer entlang der Kimberley-Küste bis Broom sind die längste der 15 Abschnitte. "Dies wird der Höhepunkt meines Trips," sagt Hoffmeister. "Hier gibt es den mit 12 Metern zweit höchsten Tidenhub der Welt und passend dazu sehr starke Gezeitenströme, Abgeschiedenheit, Krokodile, wunderschöne Klippen und Natur - ich freue mich wirklich darauf." Auf Grund der dünnen Besiedelung der Küste hat Hoffmeister nun Nahrung für die kommenden drei Wochen im Gepäck, was dazu führt, dass ihr Kajak im Moment über 100 Kilo auf die Wage bringt. Unmittelbar vor ihr liegt nun auch die nächste größere Überfahrt. Der Joseph-Bonaparte-Golf, den sie in vier Tagen überqueren will. "Im Vergleich zum Golf von Carpentaria sollte das ein Klacks sein", meint Hoffmeister.
Monsterfinale kurz vor Darwin
Vor ihrem "Halbzeiturlaub" hatte sie in gut 14 Tagen die 840 Kilometer lange Etappe von Gove nach Darwin zurück gelegt. Auch hier mangelte es nicht an Abenteuern für die 44-Jährige. "Im seichten, schlammigen Wasser eines Riffs traf mich plötzlich ein großer Fisch oder ein kleines Krokodil mit voller Wucht am Kinn. Durch den Aufprall wurde ich umgestoßen, konnte mich aber zum Glück mit dem Paddel am Grund abfangen." Ein schmerzhafter Bluterguss blieb Hoffmeister trotzdem. Mangels eines sicheren Schlafplatzes entschloss sie sich, die Etappe um einen Tag abzukürzen und die letzten 110 Kilometer am Stück durchzuziehen. "Das war eine gute Entscheidung denn der letzte Strand war von Wasserbüffeln total zertrampelt. Ich wollte nicht, dass mein Zelt und ich von einem langhörnigen Bullen aufgeschlitzt werden."
Was für ein Kampf ein 21-stündiger Paddeltag ist, zeigt Hoffmeisters Blogeintrag: "Um etwa 2 Uhr früh begann ich zu singen, um die Müdigkeit zu bekämpfen. Ich hoffte bald das 3G-Netz zu erreichen, um Zuhause anzurufen. Um halb drei war ich schließlich nah genug an der Küste und erreichte meine 84-jährige Mutter in Deutschland. Ich frage mich, ob sie realisiert hat, in welcher Situation ich war. Zumindest war sie froh, meine Stimme zu hören und der Anruf hielt mich wach genug, um in einem angenehmen Tempo weiter zu paddeln." Gegen 4 Uhr früh erreichte sie schließlich "gesund und munter" den Surf Club in Darwin.
Geschafft: Freya Hoffmeister sicher und gesund in Gove
"Safe and sound" erreichte Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister am 1. Mai – 104 Tage nach ihrem Aufbruch in Melbourne – die kleine Gemeinde Gove am Golf von Carpentaria. Acht Tage lang war sie im Alleingang 575 Kilometer über das offene Meer gepaddelt.
Am 1. Mai wurde Freya Hoffmeister um kurz nach 18 Uhr von einer begeisterten Menge beim Gove Surf Club an der Halbinsel Gove in Empfang genommen. Binnen acht Tagen hatte die Seekajakpaddlerin aus Husum den rund 575 Kilometer breiten Golf von Carpentaria im Alleingang mit dem Kajak überquert. "Als sie an Land ging, war sie sehr müde aber bei guter Gesundheit" schreibt Mandy Rue vom Gove Surf Club in Hoffmeisters Blog. "Die Kinder waren erstaunt, als Freya drei sehr riesige Taschen mit Ausrüstung aus ihrem Boot entlud. Der Rest von uns war einfach nur erstaunt, wie sie acht Tage in diesem Ding verbringen und über den Golf paddeln konnte. Eine starke Frau!" schreibt Greg Whelan, der ebenfalls bei Hoffmeisters Ankunft mit dabei war. Für Hoffmeister war dies zweifelsfrei die härteste Etappe ihrer nun schon 107 Tage andauernden Australien-Umrundung.
"Freya war sehr froh, als ich sie zu ihrer Unterkunft gebracht habe und hat sich besonders über den Anblick eines komfortablen Bettes und frische Handtücher gefreut", so Mandy Rue. Hoffmeisters größte Sorge nach der Ankunft: "die Öffnungszeiten der Post, da sie einige Pakete erwartet. Leider musste ich ihr sagen, dass unsere Post an den Wochenenden geschlossen hat. Ich war aber sicher, dass wir dieses Problem mit einigen Anrufen lösen konnten." Zurück beim Surf Club stellte sich heraus, dass dies gar nicht notwendig war. "Die Damen vom Postamt haben Freyas Namen erkannt und ihre Post gleich mitgebracht - ein Vorteil, wenn man in einer kleinen Gemeinde lebt."
Nun wird sich Hoffmeister einige Tage in Gove erholen. Ihr Kontaktmann Chris Cunningham berichtet: "Sie wird sich einige Tage frei nehmen, um auszurasten und um ihre Haut heilen zu lassen. Während der Überfahrt hat sie sich einige kleine aber schmerzhafte Wunden an Handrücken, Ellbogen, Beinen und Füßen zugezogen." Die Leute in Gove haben sich vorgenommen, sich bestens um die Extrempaddlerin zu kümmern. "Wir fordern alle weiteren Australischen Gemeinden heraus, das ebenfalls zu tun", so Greg Whelan. Die Unterstützung von Gemeinden, Surf- und Kajakvereinen wird Hoffmeister auch weiterhin nötig haben. Die schwierige Etappe am Golf hat sie nun zwar hinter sich gelassen, vorbei ist das große Abenteuer deshalb noch lange nicht. Auch weiterhin lauern in den warmen Küstengewässern Nordaustraliens Krokodile. Das Gebiet ist ausgesprochen dünn besiedelt und 12 Meter hohe Gezeitenhübe müssen in die Expeditionsplanung mit einbezogen werden. "In etwa vierzehn Tagen wird Freya Darwin erreichen", schreibt Kontaktmann David Winkworth. "Wenn sie dort ankommt, hat sie noch immer mehr als die Hälfte vor sich."
Freya Hoffmeister: Sechs Nächte auf dem Golf und kein Land in Sicht
Die Husumer Extrem-Seekajakpaddlerin Freya Hoffmeister befindet sich seit vergangenen Freitag auf ihrer härtesten Etappe. Gut zwei Drittel der 530 Kilometer hat sie bereits geschafft. Ihre Ankunft in Goove wird für Freitag erwartet.
Sechs Tage und Nächte am offenen Meer und noch ist kein Land in Sicht - seit vergangenen Freitag kämpft die Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister mit ihrer härtesten Etappe. Rund 530 Kilometer muss sie quer über den Golf von Carpentaria am offenen Meer zurücklegen - im Alleingang. Als Nachtlager dient das Deck vom Kajak, das Hoffmeister mit einem Ausleger aus Paddel und Auftriebskörpern stabilisiert.
Sechs Nächte hat Freya Hoffmeister bereits im Kajak verbracht und noch ist sie ihrer Sache nicht müde. Kontaktmann Chris Cunningham berichtet in Hoffmeisters Blog: "Ich habe um 9 Uhr australischer Zeit einen Anruf via Satelliten Telefon erhalten. Sie hatte in der letzten Nacht etwas Seegang aber wie immer sagte sie es wäre nicht so schlimm gewesen. Sie hat auch Hautprobleme auf ihren Handrücken erwähnt die sie mit Vaseline behandelt. Sie klang kraftvoll und war gut gelaunt." Am Freitag soll Freya Hoffmeister in Goove wieder auf Festland treffen. "Wenn es zu dunkel ist und zu starker Seegang herrscht will sie eventuell eine weitere Nacht im Kajak verbringen. Das ist eine gute Seemanns-Praxis, auf Licht zu warten, um anzulanden", schreibt Cunningham. "Es spricht aber auch dafür, wie gut ihr Nachtlager ist - sie ist nicht wild darauf endlich aus ihrem Kajak raus zu kommen."
Für die kommenden Tage sagt Hoffmeisters Wettermann Karel Vissel Ostwind voraus. "Dieser sollte sie mit Leichtigkeit nach Hause bringen." KANU drückt weiterhin die Daumen.
Race Around Australia: 90 Tage unterwegs & der Golf ist nah
Seit knapp drei Monaten paddelt die Husumerin Freya Hoffmeister im Alleingang rund um Australien. Kommende Woche erreicht sie den Golf von Carpenatria.
90 Tage sind vorbei und langsam wird es ernst: Knapp drei Monate nach dem Start in Melbourne nähert sich Australien Umrunderin Freya Hoffmeister Cape York, dem nördlichsten Punkt des australischen Kontinents. Damit ist ihr größtes und gefährlichstes Abenteuer in unmittelbare Nähe gerückt: die Querung des Golf von Carpentaria. In sechst Tagen will die Expeditonspaddlerin den 530 Kilometer langen Golf über das offene Meer queren, um den in den seichten und warmen Küstengewässern lauernden Gefahren zu entgehen.
4.200 Kilometer, fast ein Viertel der Gesamtstrecke, hat Freya Hoffmeister an bisher 72 Paddeltagen bereits hinter sich gelassen. Derzeit paddelt sie zwischen der Cape York Halbinsel und dem Great Barrier Reef von Insel zu Insel dem nächsten großen Etappenziel Waipa entgegen. Das Meer dort ist warm und birgt zahlreiche Gefahren - allen voran tödliche Wasserschlangen, Haie und Krokodile. "Bisher habe ich aber noch kein Krokodil und keinen großen Hai gesichtet", schreibt Hoffmeister in ihrem Blog. "Ich bin froh darüber und würde es gerne so belassen." Den Angaben von Dave Glasheen zufolge (Freyas Gastgeber und Einsiedler auf Restoration Island) sind die Krokodile in diesem Jahr aufgrund großer Hitze und Trockenheit nicht sehr aktiv.
Die große Überfahrt
Zur großen Überfahrt hat sich Hoffmeister in den vergangen Wochen bereits Gedanken gemacht. Um sich auszuruhen bzw. um zu schlafen wird sie ihr Boot mit einer Konstruktion aus einem Paddel und Auftriebskörpern stabilisieren. Ein Anker wird dafür sorgen, dass sie während der Ruhephasen nicht abgetrieben wird. Ob sie ihre Stützen vor oder hinter der Luke montiert, hat Hoffmeister noch nicht entschieden. "Ich werde sehen, welche Variante mit dem beladenen Boot und den Bedingungen am Golf besser funktioniert. Vorne ist das Paddel besser zu befestigen, hinten drückt es mir zudem beim Schlafen in den Rücken", schreibt Hoffmeister. Eine Kombination aus beiden Varianten kommt für Hoffmeister nicht in Frage. "Schon mit einem dieser Auftriebskörpern ist es unmöglich umzukippen, das habe ich bereits zuhause in Deutschland probiert. Und wenn es doch so wild wird, dass es knapp sein könnte, hätte ich sowieso nicht lospaddeln sollen..."
Küstenwache in Alarmbereitschaft
Als zusätzliches Sicherheitsbackup ist Hoffmeister mit Satelliten-Telefon, EPIRB, Satelliten-Messenger, GPS und VHF-Radio ausgestattet. Dieses Equipment führt sie bereits seit Beginn der Reise mit sich. Nun da sie mit Cooktown, die letzte größere Siedlung und damit Handy- und Internetverbindung, hinter sich gelassen hat, kommt der Sicherheitsausrüstung große Bedeutung zu. Via Spot-Satelliten-Messenger sendet Hoffmeister jeden Abend eine "Mir geht es gut"-Nachricht zu ihren Kontaktleuten in Australien und Israel. Im Notfall schlagen diese Alarm. In den vergangenen Tagen haben Küstenwache und Krabbenkutter bereits einmal nach Hoffmeister Ausschau gehalten, als ihre Kurznachrichten einige Tage lang nicht zugestellt wurden. Bleibt zu hoffen, dass die Technik mitspielt, wenn es an die große Überfahrt geht. KANU bleibt dran.
Freya Hoffmeister erreicht Mackay
Am Samstag konnte Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister ihr drittes großes Etappenziel in Mackay abhaken. Über 2800 Kilometer hat die Husumerin bereits geschafft.
Sechs Nächte lang zwang Tropenstrum "Hamish" Anfang März Australien-Umrunderin Freya Hoffmeister zum Ausharren in Hervey Bay. Seit knapp 14 Tagen ist die Expeditionspaddlerin wieder auf dem Wasser und erreichte am Samstag Mackay - "Sicher und unverstehrt", wie sie in ihrem Blog versichert. Mackay ist nach Sydney und Brisbane das dritte große Etappenziel, das Hoffmeister seit den Start nahe Melbourne erreicht. Insgesamt 63 Tagen ist die 43-jährige Husumerin entlang der Küste Australiens unterwegs und legte an den bisher 50 Paddeltagen im Schnitt 56 pro Tag zurück. Nach der Zwangspause in Harvey Bay konnte sie ihr Tagespensum (siehe Etappenkarte nächste Seite) sogar auf durchschnittlich 69 Kilometer pro Tag anheben.
Über 2800 Kilometer hat Freya Hoffmeister seit dem Start ihrer Reise bereits hinter sich gelassen, knapp 1900 trennen sie noch von der größten Herausforderung der Expedition. In sechs bis sieben Tagen und Nächten will die Expeditonspaddlerin den 530 Kilometer breiten Golf von Carpentaria über das offenen Meer queren, um den zahlreichen Krokodilen entlang der dünn besiedelten Küste zu entgehen. Freya wird dieses Abenteuer im Alleingang ohne Begleitboot oder Paddelpartner in Angriff nehmen. Schlafen will sie während der Überfahrt im oder auf dem Boot, Satelliten-Telefon, EPIRB, Satelliten-Messenger, GPS und VHF-Radio (und elektronische Hai-Abwehr) dienen als Sicherheits-Backup. Sofern das Wetter mitspielt und Freya ihr Tempo beibehält, wird sie den Golf gegen Ende April erreichen. "Dann ist es besonders wichtig, dass ich ein gutes Wetterfenster mit möglichst ruhiger See erwische", so Freya in ihrem Blog.
Zyklon "Hamish" zwingt Freya Hoffmeister zur Pause
Nach über 50 Tagen sitzt Freya Hoffmeister bei ihrer Australien-Umrundung wetterbedingt fest. Zyklon "Hamish" hat die Gegend rund um Freyas Aufenthaltsort an der Küste Queenslands fest in seiner Hand.
Zwangspause für Freya Hoffmeister. Vor über 50 Tagen hatte die Husumerin nahe der südaustralischen Stadt Melbourne die bisher gewagteste Unternehmung ihrer Paddelkarriere gestartet: Den Kontinent Australien als erste Frau mit dem Kajak zu umrunden. Zwei ihrer Etappenziele konnte Freya bereits ohne größere Probleme hinter sich lassen. Auf dem dritten Abschnitt zwischen Brisbane und Mackay sorgt nun das Wetter für den ersten längeren Landgang den Zyklon "Hamish" kreuzt den Weg der "Woman in black". Hamish gilt als der bisher stärkste Wirbelsturm, der die Ostküste Australiens in dieser Zyklonsaison in Angst und Schrecken versetzt. In den vergangenen Tagen hatte der Zyklon auf seinem Weg nach Südosten Windgeschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometer erreicht und dabei bis zu sechs Meter hohe Wellen an die Küste getrieben. Hinzu kamen schwere Regenfälle mit über 100 Litern Niederschlag pro Quadratmetern in 24 Stunden. An Paddeln ist bei diesen Bedingungen selbst für die unerschrockene Freya nicht zu denken. Seit Tagen muss auch sie im Touristenort Hervey Bay nahe des Weltnaturerbes Fraser Island dem Sturm harren (siehe Etappenkarte nächste Seite). Die Sandinsel wurde von den Behörden am Wochenende bereits evakuiert.
Am Montag konnte der Sturm von Stufe 5 auf Stufe 4 herabgesetzt werden, Entwarnung wurde ab noch nicht gegeben. Meteorologen zufolge soll sich die Situation während der Nacht weiter entspannen, trotzdem bleibt unklar, wann Freya ihr "Race Around Australia" fortsetzen kann. "Am liebsten würde ich sofort los", schreibt sie in ihrem Blog. Andererseits kann sie auch den Tagen am Trockenen etwas Gutes abgewinnen. Nach wie vor machen Freya Hautprobleme zu schaffen die nun etwas abheilen können. Der ständige Kontakt mit dem Meerwasser verursacht einen Salzwasser-Ausschlag, der besonders im Bereich der Rückenstütze und unter den Armen ein Problem darstellt. In Hervey Bay konnte Freya nun an ihrer Ausrüstung tüfteln. "Ich habe die Rückenstütze mit einem Trockensack überzogen. Ich hoffe, dass sie so im nassen Zustand rutschig wird und nicht mehr an der Haut reibt, wir werden sehen."
Sobald Freya wieder auf dem Wasser ist möchte sie in weiteren 12 bis 14 Tagen ihr nächstes großes Etappenziel in Mackay erreichen. Ab sofort muss sie dabei noch auf eine weitere Gefahr aus dem Wasser gefasst sein. Von Fraser Island nordwärts tummeln sich neben Haien, giftigen Wasserschlangen, Fischen und Quallen auch Krokodile im Wasser. Zunächst noch vereinzelt, doch in den warmen Gewässern des Nordens zählen die Riesenechsen zum Standardpersonal.
Quallen, aber keine Haie - Freya passiert Sydney
Über 15.000 Kilometer oder rund um Australien will Seekajak-Lady Freya Hoffmeister innerhalb eines Jahres paddeln. Am Samstag erreichte sie Sydney, das Ziel ihrer ersten großen Etappe.
Während an Australiens Stränden in den letzten Tagen die Panik vor weiteren Hai-Angriffen umging, paddelte Freya Hoffmeister zielstrebig ihrem ersten großen Etappenziel entgegen. Am 18. Jänner war die Husumerin in Queenscliff in der Nähe von Melbourne gestartet, 28 Tage und gut 1100 Kilometer später erreichte sie am Samstag Manly Beach am Eingang zum Hafen von Sydney: unversehrt, im Zeitplan und ohne bedrohlichen Haikontakt. Zum Glück, den gerade vor Sydney war vergangene Woche ein Kajakfahrer Opfer einer Hai-Attake geworden. Medienberichten zufolge wurde der Paddler aus seinem Boot geworfen, konnte sich jedoch wieder auf sein Boot retten bis der Hai schließlich davon schwamm. Erste ominöse Flossen konnte auch Freya in den letzten Wochen bereits im Wasser ausmachen. Zuletzt am Samstag. "Ich hab über meine Schulter geschaut und gedacht jetzt attackieren mich zehn große Weiße Haie. Aber es waren dann doch nur die dreieckigen Segelspitzen einer Segelregatta."
Über unangenehme Probleme mit der australischen Tierwelt kann Freya Hoffmeister dennoch berichten. "Am Samstag habe ich mich drei mal mit Bluebottles verwickelt", schreibt Freya in ihrem Blog. Die Quallen, bei uns als " Portugiesische Galeere" bekannt, sind eine häufige Plage vor der Küste Australiens. "Beim ersten Mal war ich genau vor den schrecklichen Klippen der Kurnell Halbinsel, wo man ohne Paddel eine gute Balance braucht. Ich habe die ekligen blauen und ziemlich festen Fangfäden mit meinen bloßen Händen gepackt und von Armen und Nacken gelöst. Diese waren bedeckt und zum Glück haben mich die Nesseln auch nicht in die Handflächen gestochen. Am Ende konnte ich die ganze Qualle von meinem Rücken entfernen ohne, dass sie mich erwischt hat - eklig und vor allem beängstigend." Der Kontakt mit Bluebottles wird als sehr schmerzhaft beschrieben.
"BIG" - Hoher Seegang rund um Sydney
In den letzten Tagen rund um Sydney hat Freya auch mit widrigen Bedingungen und hohem Seegang zu kämpfen. "Hohe Wellen bedeutet, dass ich nicht viel ausruhen oder einfach auf dem Wasser Pause machen kann. Es ist ermüdend." Mit dem schwer beladenen Boot gelingt es nicht zu surfen. "Man paddelt dann am besten sein eigenes Tempo ungeachtet dessen was das Wasser macht", so Freya. "Die ganze Energie wird für das normale Paddeln und Balance halten benötigt, da bleibt nichts, um mit der Strömung zu beschleunigen."
Das nächste große Etappenziel, das die "Frau in Schwarz" nach Sydney ins Auge gefasst hat, ist Brisbane im Süden von Queensland. Etwa 880 Kilometer sind es bis dahin ab Sydney. Wie Freya entlang der Küste von New South Wales und an der Gold Coast vorankommt zeigt die folgende Karte mit Freyas Tagesetappen.
Tagesaktuelle Etappenkarte
Der Victorian Sea Kayak Club führt Buch über Freya Hoffmeisters Tagesetappen. Hier gibt's die übersichtliche Etappenkarte.
In Queenscliff bei Melbourne begann und endet Freya Hoffmeisters Australien Trip. Zwischen Start und Ziel leigen über 15.000 Kilometer entlang der Küste des australischen Kontinents. Wie gut Freya bei dieser extremen Tour voran kommt zeigt die folgende Tripmap. Für eine Liste der Etappenziele nach rechts scrollen.
Freya nimmt Kurs auf Sydney
Erste Haie, Hautausschlag und 18-stündige Paddeltage - seit 19 Tagen ist Freya Hoffmeister entlang der Küste Australiens unterwegs. Gut zwei Drittel ihrer ersten großen Etappe von Melbourne nach Sydeny hat sie bereits geschafft.
Ein Kontinent, ein Jahr, eine Frau und 15.166 Kilometer - Seekajak-Lady Freya Hoffmeister startete am 18. Jänner in Melbourne ihre Australien-Umrundung. 19 Tage später liegt die Husumerin gut im Zeitplan, doch ein gemeiner Hautausschlag bereitet ihr Probleme. "Der Salzwasser-Ausschlag war bereits nach wenigen Tagen zu sehen", schreibt Freya in ihrem Blog. "Nach 14 Paddeltagen und zwei sehr anstrengenden Tagesetappen hat er sich ziemlich verschlechtert, könnte sein, dass dies meine persönliche Herausforderung bei diesem Trip ist." Ihre ersten Haie hat Freya vor der Küste Australiens auch schon gesichtet, Probleme mit Australiens Tierwelt gab's bisher aber noch nicht.
Fast zwei Drittel der ersten großen Etappe von Melbourne nach Sydney hat Freya bereits hinter sich gebracht. Um im Zeitplan zu bleiben muss sie paddeln solange es Wind und Wetter zulassen, selbst wenn bereits die Dunkelheit hereinbricht. In Erwartung noch widrigerer Windverhältnisse für den nächsten Tag kämpfte sie sich zwei Wochen nach dem Start in den Hafen von Mallacoota. "Die Dunkelheit kam und ich kam im starken Gegenwind der Stärke 5 nur langsam voran", schreibt Freya. "Aber ich mag den Kampf mit dem Gegenwind irgendwie und ich brauche ohnehin Übung im Nacht-Paddeln." Mittels SPOT-Messanger kann sie in solchen Situationen, oder auch bei Etappen fern des Ufers, via Satellit ihre Position durchgeben, beim orientieren hilft der Gegenwind. "Ich paddle mit geschlossenen Augen, mit dem Wind im Gesicht ist es einfach die Richtung zu halten." Nach 18 Stunden und 75 Kilometern hatte Freya wie geplant die Zivilisation erreicht. "Ich habe mein Zelt aufgebaut und bin eingeschlafen, wohl wissend, dass ich den nächsten Tag zum Erholen hatte."
Derzeit ist Freya gut 300 Kilometer südlich von Sydney unterwegs. Sofern das Wetter mitspielt wird Freya ihr erstes großes Etappenziel in der kommenden Woche erreichen - Tagesetappen von 60 Kilometern vorausgesetzt. Insgesamt hat sie ihre Tour in 15 große Abschnitte unterteilt, das nächste große Ziel ist Brisbane an der australischen Sunshine Coast.
Freya legt los: "Race around Australia" gestartet
Freya Hoffmeister paddelt rund um Australien. Etwa 15.000 Kilometer liegen vor der Husumerin, die am Sonntag in Melbourne ins extra große Seekajak-Abenteuer gestartet ist.
Die "Frau in Schwarz" hat abgelegt. Am Sonntag startete Seekajak-Lady Freya Hoffmeister mit einigen Wochen Verzögerung in Melbourne in ihr größtes Abenteuer. In den kommenden zwölf Monaten möchte die Husumerin 15.166 Kilometer entlang der australischen Küste mit dem Kajak bewältigen – ein Unternehmen, dass erst einmal, vor 27 Jahren von Paul Caffyn, erfolgreich gemeistert wurde.
Als Ausgangspunkt wählte Freya am Sonntag Queenscliff bei Melbourne, den selben Startpunkt den auch Pionier Caffyn für seine Umrundung ausgesucht hatte. Von Melbourne paddelt Freya gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Sydney. Für den Abschnitt wird sie etwa vier Wochen benötigen. Es folgt der einfachere Teil entlang der dicht besiedelten Ostküste bis Port Douglas. Dann kommt die Kroko-Ecke mit dem gefährlichen Golf von Carpentaria, den Freya queren möchte. "Ab Darwin kommt gut zwei Monate lang nichts", sagt Freya. "Dort gibt es kaum Siedlungen, dafür immer noch Krokodile und 12 Meter hohe Gezeitenhübe." Diese wird Freya in ihrer Expeditionsplanung mit einkalkulieren. "Es wird vorkommen, dass ich um zwei Uhr früh lospaddeln muss, um nicht bei Ebbe anlanden zu müssen." An der West- und Südküste erwarten Freya schließlich lange Steilküsten, die anlanden unmöglich machen. Auch dort wird sie, wie schon im Golf von Carpentaria, die Nächte im Boot verbringen müssen.
Krokos, Haie und 10-stündige Paddeltage
Neben der extremen Weite, Steilküsten, Gezeitenströmen und der Golf-Querung sieht sich Freya noch mit jeder Menge weiterer Gefahren konfrontiert. Krokodile, giftige Quallen, Wasserschlangen und Haie tummeln sich vor der australischen Küste im Meer. Hinzu kommen tropische Hitze, gnadenlose Sonne und die Gefahr von Zyklonen. Warum sie es trotzdem macht? "Weil es möglich ist und weil Australien da ist."
Rund 60 Kilometern will Freya in 10- bis 12-stündigen Paddeltagen schaffen und Australien so binnen eines Jahres umrunden. "Gerne auch schneller", sagt sie, doch letztlich wird das Wetter über ihr Vorankommen bestimmen. "Wenn der Körper mitspielt, wird gepaddelt solange und so viel es das Wetter zu lässt, den einige Zwangspausen kommen bestimmt."
KANU wünscht Freya für ihre Umrundung Alles Gute und bleibt natürlich dran..