Extrem strapazierfähiges, hochkomfortables Damenmodell mit top Lastkontrolle und guter Ausstattung.
Lust auf Borneo, Madagaskar oder die Kapverden? Lesen Sie, was auf einer Reise in die Tropen zu beachten ist.
Normalerweise stillt man hierzulande seine Lust auf Exotik
mit dem Verzehr eines pappschirmbewehrten Früchteeisbechers.
Impfungen sind dafür nicht notwendig, und auch Aufwand und Kosten
halten sich in Grenzen. Doch an das Erlebnis einer echten
Outdoor-Tour durch Tansania, Madagaskar oder La Reunion reicht der
Becher dann eben doch nicht heran. Kein Wunder, warten in
Äquatornähe doch zauberhafte Landschaften, eindrucksvolle Kulturen,
Tiere, die man allenfalls mal als Kind im Zoo gesehen hat, und
spannende Wandermöglichkeiten. Damit die kostbare Reise nicht zum
Flop gerät, verrät outdoor Ihnen, wie sich auf eine Reise in die
Tropenzone am besten vorbereiten, worauf Sie während der Tropentour
achten sollten und mit welcher Ausrüstung Sie Ihre Exkursionen zum
Kinderspiel machen.
Tropentouren - Tipps zu Tourenplanung und Ernährung
Lust auf Borneo, Madagaskar oder die Kapverden? Lesen Sie, was auf einer Reise in die Tropen zu beachten ist.
1. Welche langfristigen Vorbereitungen sie für eine Reise in die Tropen treffen müssen
Checken Sie rechtzeitig, wie lange Ihr Reisepass noch gültig ist. Viele Länder verlangen bei der Einreise einen mindestens sechs Monate lang gültigen Pass. Ob Sie auch ein Visum benötigen, verrät Ihr Reisebüro oder die Internetseite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de). Beim Thema Impfungen gilt: So viele wie unbedingt nötig, aber so wenig wie möglich. In vielen Länden sind bestimmte Impfungen auch Voraussetzung für die Einreise. Welche Sie genau brauchen, klärt beispielsweise die Impfberatung des nächstgelegenen Gesundheitsamts. Mindestens acht Wochen vor Ihrer Reise sollten Sie dort Kontakt aufnehmen. Weitere Informationen und Beratungsstellen in Ihrer Nähe bekommen Sie über die Homepage des Zentrums für Reisemedizin (www.crm.de).
Passende Tipps zur Tourenplanung
2. Wie Sie es mit essen und trinken halten sollten
Bei Reisen in tropische Gefilde gilt die alte Regel: cook it, peel it or forget it. Nehmen Sie also nur gekochte (bzw. gebratene) oder geschälte Lebensmittel zu sich! Und beim Trinkwasser? Hier sollten Sie nur Mineralwasser aus original verschlossenen Flaschen trinken – und auch zum Zähneputzen nehmen. Auf Tour, oder wenn Flaschenwasser Mangelware ist, entkeimen Sie das Wasser. Bei klarem Wasser gelingt das zuverlässig und einfach mit dem handlichen Exped Steripen (www.exped.com). Einfach ins abgefüllte Wasser halten und Knopf drücken. Nach wenigen Minuten haben UV-Strahlen das Wasser entkeimt. Nachteil: Das Gerät arbeitet mit Strom. Batterieunabhängig und damit absolut ausfallsicher sorgen Flüssigkeiten wie McNett Aquaventure (www.relags.de) für sauberes Wasser. Allerdings benötigen sie zum Einwirken 15 bis 40 Minuten Zeit – je nach Wasserqualität. Und bei trübem Wasser? Da hilft nur ein guter Wasserfilter wie etwa der Katadyn Vario (www.katadyn.ch).
Tropentouren - Tipps zu Schuhwerk und UV-Schutz
Lust auf Borneo, Madagaskar oder die Kapverden? Lesen Sie, was auf einer Reise in die Tropen zu beachten ist.
3. Das optimale Schuhwerk für tropisches Wandervergnügen
Auf Exkursionen und Rucksacktouren tragen Sie am besten einen normalen, nicht zu schweren Wanderstiefel. Sein hoher Schaft hält auf schlammigen Wegen Nässe draußen und schützt die Knöchel vor Verletzungen. Für alle anderen Reiseaktivitäten empfehlen sich luftige und schnell trocknende Multifunktionsschuhe mit großen Mesheinsätzen wie zum Beispiel der HiTec V-Lite Trail Eruption HP (zirka 110 Euro).
4. Wie Sie Ihre Haut vor aggressiver UV-Strahlung schützen
In Äquatornähe scheint die Sonne besonders intensiv, deswegen tut wirksamer Sonnenschutz not – auch bei bewölktem Himmel. Tragen Sie nur Hemden und Hosen mit eingebautem UV-Filter, das reduziert den Einsatz von Sonnenschutzmitteln auf die unbedeckten Hautpartien. Wichtig: Die Creme eine halbe Stunde vor dem Hinausgehen auftragen und gründlich einmassieren, erst dann wirkt sie in vollem Umfang. Cremen Sie für optimalen Schutz mehrmals am Tag nach, vor allem bei schweißtreibenden Aktivitäten. Wer eine empfindliche Haut hat, sollte zu Cremes mit physikalischem Filter greifen (z. B. von Dr. Hauschka). Anders als ihre chemischen Pendants dringen sie nicht in die Haut ein, sondern bleiben wie ein reflektierender Schutzschild auf der Oberfläche. Nachteil: Die rein physikalisch wirkenden Mittel kommen über einen Lichtschutzfaktor von 30 nicht hinaus.
Tropentouren - Tipps zu Bekleidung, gegen Mücken und Ungeziefer
Lust auf Borneo, Madagaskar oder die Kapverden? Lesen Sie, was auf einer Reise in die Tropen zu beachten ist.
5. Mit welcher Bekleidung sie sich für Tropentouren wappnen
Normalerweise können Sie Ihre normale Trekking- oder Wanderbekleidung tragen – sofern Sie aus Kunstfasern oder Mischgewebe besteht. Ideal sind langärmelige Hemden und lange Hosen aus luftigem Material. Viele Modelle besitzen zudem Belüftungsöffnungen mit Mesheinsätzen. Eine insektenabwehrende Imprägnierung erhöht die Sicherheit, bietet aber nicht immer einen zuverlässigen Schutz. Manchmal lassen die Ausrüstungen schnell in ihrer Wirkung nach, spätestens nach 20 Wäschen ist Schluss. Wer sichergehen will, sprüht sich auch dort mit Insektenschutzspray (s. u.) ein, wo Bekleidung die Haut bedeckt. Bekleidung aus stichfestem Material hingegen, wie sie etwa Fjällräven anbietet, behält ihren Schutz über Jahre. Allerdings trägt sie sich nicht sehr luftig und eignet sich daher eher für Reisen in kühle Regionen wie etwa Lapppland. Grundsätzlich gilt: Je heller und sauberer die Bekleidung, desto geringer die Chance, dass Mücken dort landen. Achten Sie beim Kauf auch auf einen integrierten UV-Blocker. Sein Lichtschutzfaktor (LSF) sollte bei über 30 liegen. Tipp: das Nosi Life Darla Shirt von Craghoppers (60 Euro).
6. Welche Mittel vor Mücken und anderen Insekten schützen
Insekten und andere Gliederfüßer übertragen in warmen Ländern oft heimtückische Krankheiten. Schützen können Sie sich tagsüber mit einer guten Insektizid-Lösung. Als wirksamstes Mittel gilt DEET, das in viele Mückenabwehrsprays und -lösungen enthalten ist. Je höher der DEET-Anteil (steht auf der Packung), desto länger schützt das Mittel gegen die Plagegeister. Für einen ganztägigen Schutz empfiehlt sich die maximal erhältliche DEET-Konzentration, die bei 50 Prozent liegt. Wichtig: Lassen Sie keine Hautstelle aus. Bei starker Anstrengung oder Hitze müssen Sie die Mittel in kürzeren Intervallen auftragen, da sie dann schneller ihre Wirkung verlieren. Von rein pflanzlichen Mückenschutzmitteln rät outdoor für den Einsatz in den Tropen ausdrücklich ab.
7. So halten sie sich auch nachts Ungeziefer vom Leib
Damit Sie sich nicht auch noch nachts mit Insektenschutzlotion eincremen müssen, sollten Sie unter einem feinmaschigen Moskitonetz schlafen. Ideal sind Modelle mit einem zentralen Aufhängepunkt. Einfach über die Schlafstätte hängen – fertig. Wichtig: Das Netz darf einen Millimeter Maschenweite nicht überschreiten. Andernfalls schlüpfen etwa die lästigen Blackflies problemlos hindurch. Eine gute Auswahl an Netzen finden Sie unter www. brettschneider.de. Wenn Sie lieber in einem luftigen Inlett liegen, sollten Sie das Cocoon Insectshield Travelsheet mitnehmen (S. 90 unten, 80 Euro). Dank seiner Armee erprobten Ausrüstung bietet es absoluten Stichschutz bis zum Hals. Außerhalb des Hotels wappnen Sie sich nachts mit einer guten Moskitonetz-Hängematte wie der Scout Hammock Moskitonetz von Exped. Sie kostet 50 Euro, wiegt rund ein halbes Kilo, ist leicht zu befestigen und schützt zudem vor allem, was auf dem Boden herumkriecht. Infos: www.exped.com